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            <title>1. Kreismitgliederversammlung 2026 der GJ Köln: Alles</title>
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                <title>1. Kreismitgliederversammlung 2026 der GJ Köln: Alles</title>
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                        <title>RP1: Rechnungsprüfbericht</title>
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                        <author>Jan Eckerlin</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/Rechnungsprufbericht-59090/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2FRechnungsprufbericht-59090%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56251"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 22:15:35 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H2: 1. Nachtragshaushalt 2026</title>
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                        <author>Vorstand GRÜNE JUGEND Köln (dort beschlossen am: 22.03.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/1-Nachtragshaushalt-2026-62312/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2F1-Nachtragshaushalt-2026-62312%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56247"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 21:18:39 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>H1: Abschlusshaushalt 2025</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Abschlusshaushalt-2025-58010</link>
                        <author>Vorstand GRÜNE JUGEND Köln (dort beschlossen am: 22.03.2026)</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/Abschlusshaushalt-2025-58010/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2FAbschlusshaushalt-2025-58010%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56247"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 22 Mar 2026 21:17:28 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>T1: Vorschlag zur Tagesordnung</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Vorschlag-zur-Tagesordnung-33168</link>
                        <author>Maya-Rosalie Wolfrum</author>
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                        <description><![CDATA[<h2>Tagesordnung</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/Vorschlag-zur-Tagesordnung-33168/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2FVorschlag-zur-Tagesordnung-33168%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56243"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Sat, 21 Mar 2026 17:23:44 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>VV1: Verfahrensvorschlag</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Verfahrensvorschlag-33937</link>
                        <author>Vorstand der GRÜNEN JUGEND Köln (dort beschlossen am: 13.03.2026)</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Verfahrensvorschlag-33937</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Verfahrensvorschlag</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/Verfahrensvorschlag-33937/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2FVerfahrensvorschlag-33937%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56245"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 23:48:41 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A2: Positionierung zur Debatte zu Alterskontrollen für Social Media</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Positionierung-zur-Debatte-zu-Alterskontrollen-fur-Social-Media-28338</link>
                        <author>Ida (KV Köln)</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Positionierung-zur-Debatte-zu-Alterskontrollen-fur-Social-Media-28338</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Grüne Jugend Köln spricht sich gegen ein pauschales Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche aus. Ebenso lehnen wir Identitätsnachweise als Altersnachweis ab.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Soziale Medien haben einen großen Einfluss auf das Leben von jungen Menschen und die gesamte Gesellschaft. Mit ihnen gehen allerdings viele Probleme einher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder und Jugendliche sind besonders vor den Gefahren, die mit der Nutzung von Social Media verbunden sind, zu schützen. Allerdings ist eine Altergrenze kein angemessener Weg, diese zu beheben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Nutzung von Sozialen Medien ist unabhängig des Alters der Nutzer*innen mit verschiedenen Sorgen belegt:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Design vieler Apps begünstigt ein ungesundes Medienverhalten. Gewisse Inhalte können einen negativen Einfluss auf die physische und mentale Gesundheit von der Nutzer*innen haben. Inbesondere Kinder und Jugendliche sind häufig nicht altersgerechten Inhalten ausgesetzt, etwa Gewalt oder sexuellen Inhalten. Zusätzlich zu nennen sind auch die Gefahren von Cybergrooming, Cybermobbing und Hass im Netz. Zu beobachten ist außerdem eine Zunahme von Falschinformationen, die auf Kinder bereits früh einwirken können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für alle diese Probleme müssen wir Antworten finden. Diese müssen allerdings passgenau sein, und die Rechte und Interessen junger Menschen berücksichtigen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Kinder haben gemäß Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Teilhabe an Medien. Ein generelles Verbot verstößt gegen dieses Recht, insbesondere, wenn diese Entscheidung ohne Einbeziehung der Betroffenen getroffen wird. Wie in vielen Dingen wurde auch zum Thema Social Media-Verbot zwar über, aber nicht mit jungen Menschen gesprochen. Eine Teilhabe von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen ist in einer Demokratie unerlässlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Soziale Medien sind trotz der negativen Schlagzeilen ein zentraler Bestandteil im Alltag von Jugendlichen. Sie sind Ort des Austauschs und der Gemeinsamkeit, der Bildung und Selbstentfaltung. Viele Jugendliche nutzen z.B. Instagram oder Discord, um Freundschaften trotz örtlicher Distanz zu knüpfen und aufrechtzuerhalten. Sie teilen Memes und leben ihre Kreativität mit der Erstellung eigener Inhalte aus.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Unter anderem für queere, migrantisierte oder anderweitig diskriminerte Jugendliche können soziale Medien ein Ort sein, um die eigene Identität zu entdecken, Gleichgesinnte zu finden und sich gegenseitig zu bestärken. Soziale Medien geben Stimmen, die sonst nicht gehört werden, einen Raum.Der Diskurs wird vielfältiger und viele politische Bewegungen nehmen ihren Ursprung in den sozialen Medien.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit Alterskontrollen auf Social Media können zudem Gefahren für Kinder und Jugendliche einher:</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Social-Media-Verbot setzt eine zuverlässige Altersverifikation voraus, und das für alle. Das bringt immer das Risiko eines Verlust von Anonymität im Internet mit. Anonymität im Internet ist ein schützenswertes Gut und der Schutz von Kindern darf nicht als vorgeschobener Grund für Überwachung dienen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zudem ist eine Umsetzung der Altersverifikation kaum mit dem Datenschutz vereinbar. Ausweise und insbesondere biometrische Daten sind besonders schützenwert. In vergleichenbaren Anwendungsfällen kam es bereits zu Sicherheitslücken: Discord, eine Chatplattform, musste eine geplante Alterskontrolle verschieben, weil eklatante Sicherheitslücken und ein grob fahrlässiger Umgang mit den persönlichen Daten der Nutzer*innen durch den beauftragten Dienstleisters bekannt wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Für Altersnachweise können auch algorithmische Prozesse eingesetzt werden, die anhand von Gesichtserkennung das Alter der Nutzer*innen bestimmen soll. Diese KI-gestützten Prozesse können diskriminierend sein: Unter anderem funktioniert gesichtserkennungsgestützte Alterserkennung bei schwarzen Menschen schlechter als bei weißen. Auch eine Altersverifikation basierend auf einer Analyse des Nutzungsverhaltens ist invasiv und kann bei falschen Ergebnisse benachteiligen. Eine Umsetzung wäre zudem kaum barrierefrei umsetzbar, sodass nicht nur Kinder und Jugendliche ausgeschlossen, sondern auch Senior*innen und Menschen, die aufgrund Behinderungen eingeschränkt sind.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Es ist zu erwarten, dass bei Einführung eines Social-Media-Verbots junge Menschen innerhalb kürzester Zeit Wege finden das Verbot zu umgehen. Ob mit gefälschten Nachweisen oder dem Account der Eltern, ein Verbot ist realistisch nicht durchzusetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Ein Social-Media-Verbot kann bestehende Probleme ins Geheime verschieben. Jugendliche und Kinder, die verbotenerweise soziale Medien nutzen, werden höhere Hemmungen haben, ihren Eltern und Freunden von nicht altersgerechten Inhalten und unangebrachtem Verhalten zu erzählen. Es besteht die Gefahr, dass Straftaten durch Dritte nicht von jungen Nutzer*innen aufgrund ihres zu jungen Alters nicht zur Anzeige gebracht werden. Statt offen problematische Inhalte zu besprechen, werden diese verschwiegen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Das Problem der Abhängigkeit von sozialen Medien besteht nicht nur bei Kindern und Jugendlichen sondern auch bei Erwachsenen. Eine pauschale Altersgrenze würde Betroffenen über 18 Jahren nicht helfen und gleichzeitig suggerieren, das Problem wäre gelöst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Gleichzeitig bedeutet es eine Verschiebung des Beginns einer potenziellen Abhängigkeit und der Konfrontation mit gefährlichen Inhalten vom Kindes- ins Jugendalter. Stattdessen sind Medienbildung, Hilfsangebote und ein verantwortungsvollen Umgang mit Social Media in den Vordergrund zu rücken.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die eigentlichen Verursacher des Problems, die Anbieter und Betreiber der Social-Media-Apps selbst, müssen in Verantwortung genommen werden: Existierende rechtliche Möglichkeiten wie der europäische Digital Services Act (DSA) und die Jugendschutzrichtlinien der Europäischen Kommission werden bislang nicht konsequent durchgesetzt. Bereits jetzt sind Unternehmen verpflichtet, ihre insbesondere minderjährigen Nutzer*innen zu schützen. Vernachlässigen sie nachweislich diese Pflicht, sind sie in die Verantwortung zu nehmen. Statt nationalen Alleingängen ist dabei auf die Markt- und Regelungsmacht der Europäischen Union zu setzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Statt Alterskontrollen wollen wir den aktuellen Diskurs nutzen, um soziale Medien und die Erfahrung im Internet für alle Menschen zu verbessern.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>erfolgt mündlich</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Antrag wird von Hanna, Ida und Maxi gestellt. Danke für alle Gespräche, die wir zu dem Thema mit euch allen führen durften, und all eure Ideen und Denkanstöße!</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 15 Mar 2026 23:16:22 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A3: Behinderungsforschung nicht hindern: Wiederaufnahme der Disability Studies an der Universität zu Köln</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Behinderungsforschung-nicht-hindern-Wiederaufnahme-der-Disability-Stu-26502</link>
                        <author>Alexander Preißler</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Behinderungsforschung-nicht-hindern-Wiederaufnahme-der-Disability-Stu-26502</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Am 03.12.2025 hat die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln bekanntgegeben, dass die “internationale Forschungsstelle Disability Studies” (iDiS) und die “Professur für Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies” im Zuge weitreichender Streichungen aufgelöst werden sollen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Um die Schließung zu verstehen ist wichtig: Bildung ist grundsätzlich Ländersache. Dabei besteht etwa 80% der Finanzierung von Hochschulen aus der Grundfinanzierung des jeweiligen Bundeslandes. Damit verwalten sich die Universitäten größtenteils selbst. Sie kümmern sich um die Berufung und Bezahlung von Professor*innen, den Gehältern des Personals und die Infrastruktur für Forschung und Lehre.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Landesregierung NRW plant Kürzungen von 158 Millionen Euro pro Jahr im Hochschulbereich: Bei der jährlichen Grundfinanzierung, die den Hochschulen für die Bezahlung des Personals und die Infrastruktur zustehen, sollen 120 Millionen Euro wegfallen. Dazu kommt eine einmalige Abgabe von 240 Millionen Euro aus den Rücklagen der Hochschulen. Fixkosten, wie Miete und Energie, kann schwer gekürzt werden. Deshalb wird bei Personal und Lehrangebot gespart und 7-8% der Stellen gestrichen. Das führt nicht nur zu weniger Vorlesungen, Unterstützungsangeboten und höheren Studiengebüren, sondern auch zur Streichung von kleineren Studiengängen. Vielfalt im Studienangebot wird abgebaut.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>In Köln sollen 10 Millionen Euro pro Jahr einspart werden. 60 % davon bei Fakultäten, 40 % bei zentralen Diensten und Verwaltung. Leider wurde damit auch die Streichung der “iDiS” beschlossen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Diese Streichung kommt nach Ankündigungen, laut denen das “Zentrum für Disability Studies und Teilhabeforschung” (ZeDiSPlus) in Hamburg aufgelöst werden soll. Damit bleibt in Deutschland nur noch die Forschungseinrichtung für Disability Studies in Bochum bestehen. 2/3-tel der Forschungskapazität fällt weg!</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Was sind Disability Studies?</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Disability Studies sind ein transdisziplinäres, international ausgerichtetes und höchst innovatives Forschungsfeld, das traditionelle Sichtweisen auf Behinderung hinterfragt und neue Denkweisen anregt: Im Mittelpunkt steht die Analyse von Behinderung als soziales Phänomen. Ihr Ansatz ist damit gesellschaftskritisch und grundlagentheoretisch angelegt – Behinderung wird nicht als individuelles Defizit verstanden, sondern die gesellschaftlichen Barrieren werden ebenso in den Blick genommen wie die Normierungs- und Normalisierungsprozesse sozialer Ungleichbehandlung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Seit den frühen 2000er-Jahren sind die aus den internationalen Behindertenbewegungen hervorgegangenen Disability Studies auch im deutschsprachigen Raum an verschiedenen Hochschulen und Universitäten vertreten. Es gibt Forschungsaktivitäten und Lehrangebote, aber es gibt noch keine eigenständigen Studiengänge.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Disability Studies verstehen sich als Querschnittsdisziplin; sie entwickeln neues Wissen, Theorien und Methoden, die weit über den traditionellen Behinderungsdiskurs hinausgehen und den Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ praktisch umsetzen. Zentral ist die gleichberechtigte Partizipation von Menschen mit Behinderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Warum Disability Studies unverzichtbar sind.</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Dieses Forschungsfeld zu erhalten und auszubauen, muss für uns als GRÜNE JUGEND Priorität haben. Wir sind als solidarischer und inklusiver Verband darauf angewiesen, dass Grundlagenforschung zu Inklusion, Partizipation und weiteren Teilen des Behindertendiskurses stattfindet, damit wir unsere Prozesse, unser Zusammenleben im Verband und unsere politischen Forderungen verbessern und schärfen können. Außerdem ist Disability Studies ist einer der wenigen Forschungsbereiche in Deutschland, in dem behinderte und nichtbehinderte Menschen zusammen am Abbau von Barrieren und der Verbesserung von Inklusion forschen und arbeiten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wie oben beschrieben, wird Behinderung in den Disability Studies als ein gesellschaftliches Problem betrachtet; von einer Gesellschaft, die unnötige Barrieren aufgebaut hat und so bestimmte Menschen in ihrer gesellschaftlichen Teilhabe einschränkt, anstatt Behinderung ausschließlich zu individualisieren, wie es sonst oft passiert.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daraus entwickelt sich für uns als intersektionaler und antikapitalistischer Verband eine besondere Relevanz des Forschungsfeldes.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zusätzlich ist Deutschland als Unterzeichner der UN-BRK (UN-Behindertenrechtskonvention) dazu verpflichtet, die Förderung einer inklusiven, barrierefreien Gesellschaft voranzutreiben. Der Abbau der Disability Studies widerspricht diesem Auftrag diametral. Deutschland verliert bei der Umsetzung der UN-BRK auf mehreren Ebenen den Anschluss an andere Länder. Ob es in der schulischen Bildung, im öffentlichen Raum oder in der Politik ist. In anderen Ländern, wie den USA, Großbritannien, den Niederlanden und mehreren skandinavischen Ländern wird aktiv in den Disability Studies geforscht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Disability Studies sind essentiell, um das Zusammenleben in Deutschland solidarischer, fairer und barrierefrei zu gestalten. Deutschland darf nicht den Anschluss verlieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><h3><strong>Forderungen</strong></h3></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deshalb stellen sich für die Grüne Jugend Köln folgende Forderungen heraus, welche sich sowohl an das Rektorat der Universität zu Köln als auch an die Landesregierung NRWs, respektive das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Wir fordern die schnellstmögliche Finanzierung und Wiederaufnahme des Arbeitsbereichs &quot;Disability Studies&quot;, samt Professur für Soziologie und Politik der Rehabilitation, Disability Studies und der Internationalen Forschungsstelle Disability Studies (kurz iDiS).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Zur möglichst reibungslosen Fortsetzung der Forschung soll kurzfristig die Weiterbeschäftigung der Forschenden und Mitarbeitenden angestrebt und außerdem ein eigener Studiengang als Ziel gesetzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Deutschland kommt seit Jahren schon so nicht seinen Verpflichtungen der UN-BRK nach, weshalb wir eine besondere Beachtung seltener Studiengänge und Forschungsbereiche bei drohenden Kürzungsmaßnahmen fordern, die an strukturellen und gesellschaftlichen Wegen zu mehr Inklusion und Teilhabe forschen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Daher sollte die GRÜNE JUGEND Köln verstärkt in den Austausch mit studentischen Organisationen und Interessenvertretungen von Menschen mit Behinderung treten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Mit dem Beschluss dieses Antrags spricht sich die GRÜNE JUGEND Köln für die Petition des “Disability Studies Deutschland e.V.” aus und unterstützt den offenen Brief des “Netzwerk Disability Studies” mit ihren Forderungen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Außerdem setzt sich die GRÜNE JUGEND Köln für die Umsetzung der Forderungen gegenüber der Partei und der GRÜNEN JUGEND NRW ein, dazu gehört auch ein Einsetzen für allgemein stärkere Anstrengungen in Sachen Inklusion in ganz Deutschland.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während Deutschland seinen Verpflichtungen nach der UN-Behindertenrechtskonvention seit Jahren nicht nachkommt und Rechte sowie Konservative Hetze und Zweifel gegenüber Inklusion säen, wird nun die Forschung unter den Bus geworfen. Im Zuge der Hochschulkürzungen Ende letzten Jahres wurden mit Hamburg und Köln zwei der drei deutschen Forschungsstandorte in Sachen Disabilty Studies gekürzt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir stellen uns hinter die Forderungen des <em>&quot;Disability Studies e.V.&quot;</em> und fordern u.a. die unverzügliche Wiederaufnahme und sichere Finanzierung der Forschungsbereiche an besagten Standorte, sowie eine höhere Anerkennung ihrer Forschung.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Sun, 15 Mar 2026 20:41:10 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>P1: Protokoll der letzten KMV am 08.12.2025</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Protokoll-der-letzten-KMV-am-08-12-2025-20273</link>
                        <author>Vorstand der GRÜNEN JUGEND Köln</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/Protokoll-der-letzten-KMV-am-08-12-2025-20273</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>PDF</h2><iframe class="pdfViewer" src="/gjkoeln2026-1/Protokoll-der-letzten-KMV-am-08-12-2025-20273/embeddedpdf?file=%2Fgjkoeln2026-1%2FProtokoll-der-letzten-KMV-am-08-12-2025-20273%2Fviewpdf%3FsectionId%3D56241"></iframe>]]></description>
                        <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 23:32:25 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>Ä1 zu A1: NOlympia</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/NOlympia-52431/103842</link>
                        <author>Maximilian Vogel</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/NOlympia-52431/103842</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div id="section_56235_0" class="paragraph lineNumbers"><h4 class="lineSummary">Von Zeile 1 bis 5:</h4><div><p>Die Grüne Jugend Köln lehnt <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">die Bewerbung der Region "KölnRheinRuhr" für </del>die <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">durch das IOC organisierten </ins>Olympischen und Paralympischen <del style="color:#FF0000;text-decoration:line-through;">Sommerspiele 2036, 2040 und 2044</del><ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">Spiele im Allgemeinen</ins> ab. Wir rufen die Wahlberechtigten in Köln öffentlich auf, beim Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 <ins style="color:#008000;text-decoration:underline;">für die Bewerbung der Köln-Rhein-Ruhr-Region, </ins>mit NEIN zu stimmen. Dafür setzen wir uns aktiv im Rahmen einer NOlympia-Kampagne ein.</p></div></div></section><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text"><p>Die Olympischen Spiele versprechen Klimaschutz, Wirtschaftswachstum, sozialen Ausgleich und Zusammenhalt in einer gespaltenen Gesellschaft. Doch Olympia ist vor allem eine Projektionsfläche für diese vermeintlich heile Welt.</p>
<p>Die Spiele des International Olympic Committee (IOC) sind eine gewinnorientierte Großkommerzveranstaltung, bei der nicht sportliche Leistung oder internationaler Zusammenhalt im Mittelpunkt stehen, sondern die Profite des IOC; finanziert auf dem Rücken der Steuer­zahlerinnen und Steuer­zahler und zulasten zukünftiger Generationen.</p>
<p>Unsere Kritik beschränkt sich dabei nicht auf einzelne Austragungsorte: Unabhängig davon, wo die Olympischen Spiele stattfinden, gelten die im Hauptantrag aufgeführten Argumente, abgesehen von den spezifisch auf Köln bezogenen Punkten, ortsunabhängig für IOC‑Spiele.</p>
<p>Aus diesen und den unten genannten Gründen lehnen wir auch eine Bewerbung der Region Köln‑Rhein‑Ruhr für die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 entschieden ab und rufen dazu auf, beim Bürger*innenentscheid gegen Olympia zu stimmen.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 09:29:16 +0100</pubDate>
                    </item><item>
                        <title>A1: NOlympia</title>
                        <link>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/NOlympia-52431</link>
                        <author>Vorstand der GRÜNEN JUGEND Köln (dort beschlossen am: 10.03.2026)</author>
                        <guid>https://gjkoeln2026-1.antragsgruen.de/gjkoeln2026-1/NOlympia-52431</guid>
                        <description><![CDATA[<h2>Antragstext</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings fixedWidthFont"><p>Die Grüne Jugend Köln lehnt die Bewerbung der Region &quot;KölnRheinRuhr&quot; für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 ab. Wir rufen die Wahlberechtigten in Köln öffentlich auf, beim Ratsbürgerentscheid am 19. April 2026 mit NEIN zu stimmen. Dafür setzen wir uns aktiv im Rahmen einer NOlympia-Kampagne ein.</p></div></div><h2>Begründung</h2><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Region Köln-Rhein-Ruhr, Hamburg, Berlin und München bewerben sich um die Ausrichtung der Olympischen und paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 beim Deutschen Olympischen Sportbund. Dieser wird aus den Bewerbungen eine auswählen, mit der sich Deutschland beim Internationalen Olympischen Kommittee (IOC) um die Ausrichtung der Spiele bewirbt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Olympische Spiele versprechen Klimaschutz, Wirtschaftswachstum, sozialen Ausgleich und Zusammenhalt in einer gespaltenen Gesellschaft. Aber Olympia ist nur eine Projektionsfläche für diese heile Welt. Denn die IOC-Spiele sind eine gewinnorientierte Großkommerzveranstaltung, bei der es statt um sportliche Leistung und internationalen Zusammenhalt um Gewinne für das IOC zulasten von Köln und einer lebenswerten Zukunft geht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Aus folgenden Gründen sind wir gegen eine Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 und 2044 der Region KölnRheinRuhr.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">I. Mobilität für Menschen, nicht für Olympia</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>ÖPNV und Infrastruktur</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>NRW ist Stauland Nr. 1 und um den öffentlichen Nahverkehr ist es kaum besser bestellt: Busse und Bahnen sind überlastet, sowohl im städtischen als auch im regionalen Netz. Die bisherigen ÖPNV-Zielnetze reichen schon ohne Olympia nicht aus. Der Hauptgrund dafür ist, dass der Takt der Bahnen schon jetzt deutlich über der Kapazität der Strecken liegt. Olympia verschärft dieses Problem durch Sonderzüge und ein höheres Verkehrsaufkommen noch weiter.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Außerdem würde Olympia für eine Repriorisierung des Netzausbaus sorgen. Statt für den Alltagsbedarf der Bürger*innen würde für Olympia gebaut werden. Profitieren würden Sportstätten und zentrale Gebiete, während der Ausbau in strukturschwachen Regionen und auf wichtigen Pendlerrouten verzögert wird.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Olympia sorgt also nicht für nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur, sondern verzögert und verlagert sie sogar.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Olympic Lanes</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Den IOC Richtlinien für Host-Städte folgend müsste jede verwendete Sportstätte mit einer &quot;Olympic-Lane&quot; mit dem Olympischen Dorf verbunden werden. Schon in Paris und London wurden hunderte Straßenkilometer zu Olympic Lanes und damit für den täglichen Verkehr unbrauchbar. In NRW würden Olympic Lanes aber durch die großen Distanzen zu deutlich größeren Einschränkungen auf den Autoverkehr führen. Noch dazu könnten Fahrradspuren den Olympic Lanes zum Opfer fallen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">II. Warum wir dem IOC und dem DOSB nicht vertrauen</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) kümmert sich um die Bewerbung in Deutschland. Das Internationale Olympische Komitee, kurz IOC, versteht sich als Schirmherr der Olympischen Bewegung und ist für die Austragung der Olympischen Spiele verantwortlich.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Das IOC ist eine korrupte und undemokratische Organisation</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das IOC (Internationales Olympic Committee) ist eine zutiefst undemokratische Organisation. Bestehende Mitglieder wählen neue Mitglieder selbst und der IOC vertritt weder internationale Sportler*innen oder Sportverbände noch Sportfans aus allen Ländern. So kontrolliert sich das IOC im Grunde selbst, ohne echte externe Kontrolle.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Während Verbände wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) oder die Union of European Football Associations (UEFA), die auf nationaler bzw. europäischer Ebene agieren, durch staatliche Akteure wie die Bundesregierung bzw. die Europäische Union kontrolliert werden, existieren auf internationaler Ebene de facto keine vergleichbaren Akteure. Trotz fehlender staatlicher Kontrolle hat das IOC großen politischen und finanziellen Einfluss. Entscheidungen werden oft wenig transparent von einer kleinen Führungsgruppe getroffen. Frühere Korruptionsskandale und die Vergabe an autoritär regierte Staaten werfen Zweifel hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit auf. So wird das IOC immer wieder mit Vorwürfen wie der Instrumentalisierung, Kommerzialisierung oder der Einschränkung von Meinungsfreiheit konfrontiert. Zudem ist das IOC in seiner Struktur klar auf Gewinn ausgerichtet: Profit steht häufig über dem Sport selbst.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Anspruch und Realität</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das IOC bekennt sich öffentlich zu Nachhaltigkeit und Demokratie. Allerdings müssen Schienen, Stadien und Olympisches Dorf zu Olympia fertig sein. Es ist zu erwarten, dass unter dem Zeit- und internationalem Erwartungsdruck über demokratische Werte und Rechte wie Bürgerbeteiligung, Datenschutz, Arbeitsschutz, Klima- und Umweltschutz hinweggesehen wird. Die Richtlinien und Agenden, mit denen sich IOC und DOSB zu Umweltschutz und Gesetzeskonformität verpflichten, sind nutzlos: Die ultimative Sanktion der Nichteinhaltung dieser Richtlinien, nämlich die Absage der Spiele, wird das IOC nicht umsetzen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Olympische Knebelverträge</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Vertrag zwischen IOC und der gastgebenden Region ist alles andere als ausgeglichen. Während die Host City die Olympischen Spiele nur „mietet“ und kaum wirtschaftlich von ihnen profitiert, wird dem IOC Steuerfreiheit garantiert. Der Stadt – und dem demokratisch gewählten Stadtrat – bleibt kaum Entscheidungsspielraum. Mit Knebelverträgen nimmt das IOC den Gemeinden die kommunale Selbstverwaltung und die Gestaltungsmacht über die Ausrichtung der olympischen und paralympischen Spiele.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">III. Ironie der Geschichte: 100 Jahre nach den Hitler-Spielen</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Olympischen und paralympischen Spiele haben in Deutschland keine ruhmreiche Vergangenheit. Von den drei Mal, die Deutschland die Sommerspiele zugesichert bekommen hat, konnten nur zwei stattfinden: 1916 mussten die Spiele wegen des durch Deutschland begonnenen ersten Weltkriegs ausfallen. Beim nächsten Versuch konnten sie dann 1936 unter Adolf Hitler stattfinden und aufgrund der neu erfundenen Übertragungsmöglichkeiten einige Zuschauerrekorde aufstellen. Die Olympischen Spiele waren eine internationale Propagandamaschine für das menschenverachtende Nazi-Regime, die die antisemitische und rassistische Politik verschleierte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch wenn diese Spiele schon 1923 und damit vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten an Deutschland vergeben wurden, wurde Deutschland auch für die Winterspiele 1940 kurzfristig noch ausgewählt. Auch heute haben sich die Prioritäten nicht sonderlich verändert: Es geht nicht um Gemeinsamkeit, faire sportliche Wettkämpfe oder Klima und Umweltschutz, sondern ausschließlich um Geld. Das zeigt sich auch darin, dass es im offiziellen Fanshop des IOC darüber hinaus ein Fan-Shirt der Nazispiele 1936 gibt, das das IOC mit dem &quot;Sportgedanken im Mittelpunkt&quot; verteidigte.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In Zeiten, in denen sich eine rechtsextreme Partei, deren Mitglieder sich immer wieder an Reden und Symbolik der Nationalsozialisten orientierten, bundesweit im Aufschwung befindet, ist eine deutsche Olympiabewerbung für 2036 unpassend. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich gegen eine Bewerbung für das Jahr 2036 ausgesprochen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">IV. Nachhaltige Spiele?</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die durch die Olympischen und Paralympischen Spiele verursachten Emissionen sind enorm und befeuern den Klimawandel, der den Planeten für uns und nachkommende Generationen immer lebensfeindlicher macht. Köln hat 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Mit dem Ziel Kölns bis 2035 klimaneutral zu sein, ist die Bewerbung in jedem Falle nicht vereinbar. Bei vergangenen Spielen hat sich gezeigt, dass im Bereich der Nachhaltigkeit schnell Kompromisse eingegangen werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zur Einordnung: Der erwartete Treibhausgasausstoß für die olympischen Spiele in Paris 2024 waren 1,58 Millionen Tonnen CO2, die Olympische Sommerspiele in Rio 2016 verursachten allerdings einen zusätzlichen Ausstoß von 34,8 Millionen Tonnen CO2 und die olympischen Winterspiele 53,9 Millionen Tonnen CO2.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die bloße Ausrichtung (ohne Reisen) der Olympischen und Paralympischen Spiele entspricht also etwa dem Ausstoß von im besten Fall 153 000 Kölner*innen bis zu – im schlimmeren Fall – 5 Millionen Menschen (also dem Jahresausstoß von Berlin, München und Köln zusammen).</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der Vergangenheit haben Spiele zudem zu Abholzung, der Zerstörung von Naturschutzgebieten, Flächenfraß und Wasserverschmutzung geführt. Insgesamt ist festzustellen, dass in den zwei Jahren der Vorbereitung und Durchführung der olympischen Sommerspiele die Treibhausgasemissionen des Ausrichtungslandes steigen, was der deutschen Verpflichtung der Emissionsreduzierung widerspricht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Planung und Vorbereitung durch das IOC</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Emissionen, die alleine durch Planung, Vorbereitung und Manager*innenflüge entstehen, entsprechen denen von ca. 153.000 Kölner*innen in einem Jahr. Diese Emissionen wären zu 70% vermeidbar, wenn sich die Leitungsebene des IOC zumuten würde, den Zug zu nehmen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Fan und Sportler*innenanreisen</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das IOC verweist gerne auf Zahlen, dass 80% (?) der Zuschauer*innen zu den olympischen Spielen zu Fuß und mit dem Fahrrad anreisen würden. Was dabei verschwiegen wird, ist dass die internationalen Besucher zuvor mit Auto, Flugzeug oder gar Privatjet anreisen. Angesichts der Kosten, Umständlichkeit und Unzuverlässigkeit des europäischen Schienenverkehrs ist zu erwarten, dass Gäste auch aus naheliegenden Metropolen wie London, Paris oder Amsterdam nicht mit dem Zug anreisen. Der Transport der ca. 3,7 Millionen Zuschauer*innen (München) sowie ihre Unterbringung und Konsum könnten einmal das Vierfache der Spiele emittieren.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Bauemissionen</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Olympiabewerbung verspricht „100% bestehende oder temporäre Sportstätten“. In Köln muss zur Durchführung der IOC Spiele ein Leichtathletikstadion sowie das olympische Dorf, in dem die Sportler*innen untergebracht sind, gebaut werden. Der Bau eines Gebäudes dieser Dimension verursacht enorme Emissionen und Abfall, der entsorgt werden muss. Das temporäre Stadion muss anschließend noch einmal in ein Wohnviertel umgebaut werden. Olympische Sportanlagen werden selten nachgenutzt, und kosten für einmalige Nutzung zu viel Geld und Emissionen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Greenwashing</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Behauptung, es würden 100% bestehende oder temporäre Sportstätten genutzt, ist reines Greenwashing: Temporäre Sportstätten und aufwändige Umbauten (wie z. B. der Veltins-Arena vom Fußball- zum Wassersportstadium) können nicht nachhaltig sein. Auch temporäre Sportstätten nutzen Ressourcen und verursachen Abfall. Auch die Kompensation von „unvermeidbaren Emissionen“ kann getrost als Greenwashing bezeichnet werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">V. Unsoziale Spiele</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Soziale Säuberungen</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Ausrichtung der olympischen und paralympischen Spiele führte in der Vergangenheit nahezu immer dazu, dass tausende Menschen aus den Städten verdrängt wurden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Um das Image zu polieren, wird der legale Rahmen gespannt: Für die olympischen Spiele in Peking 2008 wurden 1,5 Millionen Menschen zwangsumgesiedelt. Seit den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver ist die Polizei berechtigt, Obdachlose von der Straße zu zwingen. In und um Paris wurden 19.500 Personen innerhalb 1,5 Jahren aus ihren Unterkünften geräumt, was meistens in Obdachlosigkeit endete. Damit die Spiele nicht auf Kosten der Vulnerabelsten der Gesellschaft ausgetragen werden, müssten diese Menschen von Anfang an mitbedacht werden. Das sehen wir in der Olympiabewerbung KölnRheinRuhr und der aktuellen Politik in Köln nicht.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Erst Olympisches Dorf, später Luxuswohnungen</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Das Olympische Dorf ist fern von sozialer Gerechtigkeit. Obwohl soziale Wohnungen versprochen wurden, liegen die Mietpreise der Wohnungen im Pariser Olympiadorf bereits 30% über denen in der Umgebung.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Unfaire Ticketpreise</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die IOC-Spiele sollen in Kreuzfeld (Chorweiler) stattfinden. Die Belastung durch Lärm und infrastrukturelle Belastung trifft dort besonders Menschen, die aufgrund der hohen Ticketpreise nicht in der Lage sein werden, an den Spielen teilzuhaben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">VI. Wirtschaft und Kosten</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Kurzfristiger und vereinzelter wirtschaftlicher Effekt der Spiele</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Hauptprofiteur der Spiele wird nicht Köln oder die Metropolregion Rhein-Ruhr sein, sondern das IOC.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Bei bisherigen Spielen gab es keine messbaren wirtschaftlichen Effekte der Sommerspiele. Regional steigt der BIP pro Kopf im Jahr der Spiele und ein Jahr davor um zwischen 3 und 4% an. Dieser Effekt ist hauptsächlich auf Tourismus und Investitionen in Infrastruktur zurückzuführen. Nur eine kleine Zahl von Unternehmen, dabei insbesondere ausländische Investment-Gesellschaften, profitieren tatsächlich von der Ausrichtung der olympischen und paralympischen Spiele. Dass sich diese durch massive Lobbyarbeit über die Wirtschaftsinitiative KölnRheinRuhr stark für eine Ausrichtung der Olympischen Spiele einsetzen, ist zumindest fragwürdig.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Mit dem Fokus auf Köln als „Lead City“ ist auch für die strukturschwacheren beteiligten Kommunen kein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung zu erwarten. Kurzzeitige wirtschaftliche Strohfeuereffekte stehen nicht in Verhältnis mit den immensen, oft unvorhersehbaren Kosten der Spiele.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Hohe und unvorhersehbare Kosten für die Ausrichtung</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Kosten für die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele KölnRheinRuhr werden vom DOSB auf bis zu 2 Milliarden Euro geschätzt. In der Vergangenheit wurden die Spiele aber immer wesentlich teurer als vorhergesagt.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Für eine Kostenschätzung hilft der Blick auf die Kosten vergangener Spiele und die Kostenkalkulation der Mitbewerberstädte: Die Olympischen Spiele in Paris 2024 kosteten den französischen Staat 6,6 Mrd., wobei 3,02 Mrd. Euro auf die Organisation (davon 1,44 Mrd. für Sicherheit) und 3,63 Mrd. für Infrastruktur entfielen. Die olympischen Spiele in Tokio 2020 kosteten 11,3 Mrd. Ein Gutachten der Technischen Universität München rechnet mit „gut 18 bis 21 Milliarden Euro” für die Olympischen Spiele 2036-2044 in München.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der DOSB argumentiert, dass den Ausgaben höhere Einnahmen durch Ticketverkäufe und Tourismus entgegenstünden. Die Generation von privatwirtschaftlichen Einnahmen schließt aber keine staatliche Finanzlücke.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>In der aktuell angespannten Haushaltslage von Kommunen, Ländern und Bund würden Bewerbung und Durchführung zusätzliche, vermeidbare Belastungen mit sich ziehen.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Ausgaben an der falschen Stelle</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Der Kölner Stadthaushalt wies 2024 bereits ein Defizit von 293,4 Mio. Euro auf, im Jahr 2025 war es schon über ein halbe Milliarde. Die mögliche Schulden 2029 belaufen sich bereits auf 10 Milliarden. Die Ausrichtung der Olympischen Spiele kann sich Köln einfach nicht leisten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die angespannte Haushaltslage in Köln hat schon jetzt Folgen: Es fehlen Mittel für sanierte Schulen, ausreichend Kita-Personal, eine leistungsfähige KVB, intakte Schwimmbäder, Turnhallen und Sportplätze. Statt in ein zeitlich begrenztes Mega-Event zu investieren, braucht Köln dauerhaft starke Strukturen im Alltag: guten Nahverkehr, bezahlbaren Wohnraum und nachhaltig geförderten Breitensport.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Kosten der Bewerbung</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Einen signifikanten Kostenpunkt stellt bereits die DOSB-Bewerbung auf die olympischen Spiele da. Die Bürgerentscheide am 19. April 2026 in 16 Kommunen sollen einen „niedrigen zweistelligen Millionenbetrag“ kosten, wobei das Land 85% übernehmen will und bereits 9,5 Mio. eingeplant hat. Der Bürgerentscheid in Köln wird etwa 2,5 Mio. Euro plus 300.000 Euro für Öffentlichkeitsarbeit kosten, woran sich die Stadt mit 373.000 Euro beteiligt. Laut dem Landessportbund NRW würde die Öffentlichkeitskampagne bis dahin 20 Mio. Euro kosten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Diese Kosten entstehen unabhängig davon, ob die DOSB-Entscheidung für eine Bewerbung Kölns fällt. Zudem entstehen sie auch in allen Städten, die sich auf die olympischen Spiele bewerben, also Hamburg, Berlin und München.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Sollte die Vorauswahl des DOSB auf Köln fallen, kommen noch die Kosten für die Bewerbung beim IOC dazu. Wieder lohnt sich ein vergleichender Blick in die Vergangenheit und auf Mitbewerberinnen: München rechnet dafür mit 29 Mio. Euro; die Bewerberstädte für 2020 haben zwischen 38,6 Mio und 83,3 Mio US-Dollar ausgegeben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p><em>Olympia auf Kosten des Breitensports</em></p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die vermehrten Investitionen in IOC-Spiele führen zu einer Vernachlässigung von Jugend- und anderen Sportvereinen. Trotz aller Werbung des IOC besteht kein Zusammenhang zwischen IOC-Spielen und der Förderung lokalen Breitensports.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">VII. Inklusion</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Paralympischen Spiele sollen laut der Bewerbung KölnRheinRuhr eine nie dagewesene Aufmerksamkeit erhalten: Angeblich sollen dieselben Sportstätten für dieselben Sportarten genutzt werden.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Dieses Versprechen kann nicht gehalten werden: Nicht nur, dass die Sportarten weitestgehend nicht dieselben sind. Letztendlich ist im Größten bei den Paralympics verwendeten Stadion nur Platz für 18.000 Menschen, während bei den Olympics 50.000 Beiwohnen können.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Auch dass die Stadt durch Olympia barrierefreier werden könnte, ist unplausibel: Barrierefreie Haltestellen braucht Köln auch ohne Olympia, und zwar dort, wo Menschen sie nutzen, nicht nur am Stadium.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Zudem ist umstritten, ob die Paralympischen Spiele einen positiven Einfluss auf die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderungen haben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">VIII. Freiheitsbeschränkung</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Abhaltung der olympischen Spiele geht immer mit der Einschränkung ziviler Freiheiten einher.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Meinungsäußerungen sind bei offiziellen Zeremonien, wie Siegerehrungen oder der Eröffnungs- und Schlussfeier, auf dem Spielfeld und im Olympischen Dorf strikt verboten. Das IOC hat in der Vergangenheit Demonstrationen im Umfeld der olympischen Spiele verboten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Die Olympischen Spiele dienen zudem seit Jahrzehnten als „Testgelände” für neue Sicherheits- und Überwachungstechnologien. Was für die Spiele eingeführt wird, bleibt oft dauerhaft bestehen – mit weitreichenden Folgen für Bürgerrechte und Privatsphäre. In Paris wurde algorithmische Videoüberwachung eingeführt. Und auch in Deutschland gibt es Präzedenzfälle bei Sportgroßveranstaltungen: Bei der EM 2024 wurden Standortdaten der Nutzer*innen der UEFA-App zur EM (deren Installation für das kostenlose ÖPNV-Ticket erforderlich war) gesammelt, mit denen die Polizei die Besucherlage in Echtzeit überwachte. Ein ähnliches Vorgehen ist auch bei Olympia zu erwarten.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">IX. Gesellschaftlicher Zusammenhalt</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Ja, die Austragung der olympischen Spiele können ein Gefühl der Gemeinschaft erzeugen und Zufriedenheitswerte erhöhen. Allerdings fallen diese Effekte besonders für Haushalte mit höherem Einkommen positiv aus, und die Wirkung geht nicht über die Dauer der Spiele hinaus. Reale Probleme werden nur überdeckt, nicht behoben.</p></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><h4><span class="underline">Zusammenfassung</span></h4></div></div><div class="paragraph"><div class="text motionTextFormattings"><p>Wir wollen zuverlässigen Nahverkehr, gute Infrastruktur, Klimaschutz und nachhaltige Investitionen in Jugend und Breitensport. Olympia allerdings ist nicht das Mittel dazu, denn Olympia ist kein Instrument der Wirtschaftsförderung oder des Klimaschutzes, sondern eine Sportgroßveranstaltung des IOC. Wir brauchen Olympia nicht als Grund, um dringende Probleme zu lösen, die wir schon heute effektiver, schneller und kostengünstiger umsetzen könnten.</p></div></div>]]></description>
                        <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 00:10:36 +0100</pubDate>
                    </item></channel></rss>